Sonntag, 16. März 2008

por mas grande que sea el goliat, mi Dios siempre, siempre triunfará

Das war die Botschaft eines Liedes, das mir heute aus dem Gottesdienst hängen geblieben ist. Egal wie groß der Goliath(Probleme/Schwierigkeiten/Zweifel/Angst)ist, mein Gott wird ihn immer besiegen! Diesen Zuspruch von Gott habe ich heute brauchen können. Denn nicht immer läuft´s hier so wie es laufen sollte. Ich glaube, dass ich euch oft auf meinem Blog von den schönen Dingen erzähle und es gehört auch zu meiner Art, eher positiv zu denken. Aber manchmal holen einen auch die Probleme des Alltags ein und man läuft Gefahr, sein Wohlbefinden von den negativen Gefühlen und Ereignissen abhängig zu machen. Gestern Abend hatte ich eine ausführliche Diskussion mit den Jungs. Zur Zeit gibt es mit ihnen immer wieder Probleme. Gut, sie sind mit ihren 13 bis 17 Jahren gerade auch in einem schwierigen Alter, in dem die Hormone verrückt spielen und plötzlich Wünsche in ihnen aufbegehren, die wir ihnen nicht erfüllen können und dürfen. Drogen, Freundinnen, schlechte Musik, Videospiele... Anstatt ihnen mehr Freiheiten zu geben, müssen wir sie zur Zeit leider immer mehr einschränken in ihren Freiheiten. Nächste Woche haben die Jungs Ferien und ich wollte mit ihnen auf einen Campingplatz ausserhalb von Bogotá campen gehen. Doch haben wir Mitarbeiter beschlossen, dass sie es zur Zeit mit ihrem Verhalten nicht verdienten. Also fällt der Ausflug flach. Dementsprechend ist auch die Laune der Jungs seit einiger Zeit, seit wir eben strenger mit ihnen umgehen. Auf Bitten und Aufforderungen reagieren sie nicht selten mit Trotz und Gleichgültigkeit. Gestern Abend als Zeit zum Schlafen war, musst ich z.B. mindestens 5 Mal in die Zimmer der Jungs gehen und um Ruhe im Haus bitten. Erst als ich zum Schluß sehr laut wurde hat´s funktioniert. Ehrlich gesagt musst ich danach über mich selber lachen, weil ich normalerweise gar nicht schreien kann. Aber danach wars still :-) Bitte betet, dass die Jungs merken, dass wir ihnen die Regeln nicht geben um ihnen den Spaß am Leben zu verderben, sondern dass wir sie lieben und ihr bestes wollen. Für mich, der ich viel gerner Freund der Jungs bin als Erzieher ist diese Zeit schwierig. Besonders auch, weil ich ja im Haus mit ihnen wohne. Aber von diesem Goliath lass ich mich nicht kleinkriegen. Mein Gott ist größer und stärker! ;-)