Sonntag, 11. Dezember 2011

Rundbrief Nr. 13 / Juni - Dezember 2011



Bogotá, den 2. Dezember 2011

Liebe Familie, Freunde, Beter und Unterstützer,



„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ hat eine kolumbianische Version: „Was du morgen kannst besorgen, das verschieb auf übermorgen.“ Und der hab ich mich, was das Rundbriefe schreiben anbelangt, leider auch schon angepasst. Nun ist es allerhöchste Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen abzugeben.



Er gibt den Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. Die Knaben werden müde und matt, und die Jünglinge fallen;  aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.  Jesaja 40,29-31



Eine biblische Wahrheit, von der ich Zeugnis geben kann, nachdem die letzten Monate keine einfachen waren und sehr an meinen Kräften zehrten. Der Hausumbau mit seinen unvorhergesehenen Schwierigkeiten, die Geburt von Mia Samanta, Angies kleine Schwester Laura bekam eine seltsame Krankheit, so mancher Frust und letztendlich auch wichtige Entscheidungen die es zu treffen gab bereiteten mir des öfteren schlaflose Nächte. Lief seitdem ich in Kolumbien bin immer fast alles perfekt und Gott tat viel mehr als ich erwartet hatte, so sehnte ich mich zuletzt des öfteren danach, neue Kraft tanken zu können. Doch wir haben einen Gott, dem es an kreativität nicht mangelt, und der in vielen Situationen und durch treue Wegbegleiter immer wieder zeigte, dass er zu uns steht und wir in allem auf ihn bauen können. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sollte uns jedes Licht und jede Kerze, die wir anzünden, daran erinnern, dass wir in Jesus, dem Grund von Weihnachten, ein Licht in der Finsternis haben. Er gibt Kraft den Kraftlosen und Mut den Mutlosen. Auch wenn wir denken, es geht nicht mehr weiter,  dann können wir IHM unser Anliegen vorbringen, und er wird uns einen Ausweg zeigen.



Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.  Johannes 8,12



Im letzten Rundbrief berichtete ich davon, dass der Hauskauf für AB im April abgeschlossen werden konnte. Vor dem Umzug im Juni mussten wir noch die nötigsten Änderungen vornehmen, um aus den 5 Einzelwohnungen, die das Haus hatte,  je einen Wohnbereich für die Jungs und für die Mädchen zu gestalten. Das Haus war soweit bewohnbar aber an allen Ecken und Enden mussten und müssen wir noch Änderungen und Verbesserungen vornehmen. Das ist gar nicht so einfach,  mit so vielen Kindern, die im Haus herumspringen. Doch Stück für Stück sollte ihr neues Zuhause immer schöner werden. Es wurden auch neue Möbel gekauft bzw. gebaut, alle alten Matratzen ausgetauscht, die Sofas neu überzogen usw...



Das Bauprojekt - Geduld ist gefragt!

Wenn man in Kolumbien lebt, muss man lernen, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Beim Hausumbau kam ich trotzdem manchmal an die Grenzen meiner Geduld. Bestellt man grauen Sand, dann wird gelber geliefert. Bestellt man Baustahl mit 4 Metern, dann werden nur 3.80m geliefert. Wird Bauholz für Dienstag versprochen, dann kommt es erst am Freitag usw... Leider wurden wir auch für das Bauprojekt, in dem wir das Haus aufstocken wollen, von der beauftragten Architektin in dieser Hinsicht enttäuscht. Machte sie uns zuerst ein super Angebot, „weil sie dem Kinderheim helfen will“ hatten wir später Pläne, die nicht den Normen entsprachen und die sie jetzt schon seit Monaten nicht ändert. Das heißt eben auch, dass wir noch keine Baugenehmigung haben. Geplant war, dass wir jetzt im Dezember und Januar, wenn die Kinder die großen Schulferien haben, mit der ersten Etappe loslegen. Wir müssen nun alles um ein Jahr verschieben.




Nach dem Umzug wurden wieder neue Kinder im Kinderheim aufgenommen. Es sind keine einfachen Fälle. Bitte betet für Brayan Alex, Jeison, und Luis(v.l.n.r.), dass sie ihre Chance bei uns nutzen und bereit sind, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.





Einen neuen Freund, Bruder in Christus und Mithelfer auf der Baustelle

bekam ich in Carlos(links). Er ist einer der Personen, die mich seit ich in K. bin am meisten beeindruckt haben. Er hat einen kleinen Heimwerkerladen 3 Minuten von uns entfernt. Seit Jahren kauf ich nun schon ab und zu bei ihm ein. Wir kamen des öfteren ins Gespräch auch über den Glauben. Aber er war nicht offen dafür.. Vor ein paar Monaten ich war gerade auf dem Heimweg fiel mir ein, dass ich noch dringend etwas besorgen musste. Eigentlich war ich schon spät dran, denn wir mussten auf den Flughafen um jemanden abzuholen. Doch irgendwie hatte ich den Eindruck, dass ich das noch schnell erledigen sollte. Als ich bei Carlos ankam, merkte ich schon, dass etwas vorgefallen war. Seine Frau, die normalerweise immer strahlte, war sehr ernst und Carlos fand ich seltsam vor. Er sagte mir auch sofort, er müsse dringend mit mir reden. Was war vorgefallen? Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens kam er zu einer Sekte, die nach außen hin katholisch zu sein schien, in der aber Okkultismus praktiziert wurde.  Da er jedoch begann die Bibel zu lesen merkte er von seinem Irrtum. Er wollte aussteigen. Dies führte dazu, dass nun ständig Leute in sein Geschäft kamen und ihm drohten. Sie sprachen auch alle möglichen Verwünschungen gegen ihn aus. Die Nacht bevor ich zu ihm kam, wollte er sich umbringen, doch er schrie zu Gott in seiner Not. Frieden erfüllte sein Herz. Jetzt wollte er mehr über diesen Gott erfahren, der ihm Licht war in seiner Finsternis. Ich hörte ihm zu, wir lasen ein paar Bibelstellen und beteten zusammen. Am nächsten Tag trafen wir uns dann mit mehr Zeit.. Er hatte viele Fragen. Ich lud ihn in die Gemeinde ein, wo er auch sofort mitkam und seitdem keinen Gottesdienst auslässt.  Auch geht er in einen Hauskreis und macht gerade  an einem Glaubensgrundkurs mit. War ich schon beeindruckt von seiner kompromisslosen Hingabe zu Jesus und seiner bemerkenswerten Veränderung, so beeindruckte er mich auch, indem er mir nun immer wieder beim Bauen mithilft, wertvolle Tipps gibt und auch  Baumaterial spendet. Er hat schon ein großes Herz für unseren Dienst bekommen, und Gott hat gerade ihn auch sehr benutzt mit seiner frischen Leidenschaft für das Reich Gottes, um wieder  so manchen eingeschlafenen Traum in mir neu aufzuwecken.

Jedes Mal, wenn ich nur kurz eine Schraube oder ein bisschen Zement brauche, weiss ich immer schon, dass der Gang zu seinem Geschäft nun etwas länger braucht, da er mir viele neue Fragen stellt und mir begeistert von all dem erzählt, was er beim Bibelstudium an Neuem gelernt hat.  

Bitte betet für seine Familie, damit sie sich auch für ein Leben mit Christus entscheiden.




Mia Samanta

Ana Sofia begrüsste ihre kleine Schwester am 3. September mit viel Freude und überhäufte sie mit Küssen und Umarmungen. Wir als Eltern sind wirklich dankbar und voller Freude, erneut ein Wunderwerk Gottes anvertraut bekommen zu haben.







Zum Schluß haben wir noch eine ganz wichtige Info!!!

Vom 21. Dezember bis zum 28. Januar  werden wir zu Besuch in Deutschland sein.

Wir freuen uns schon total darauf,  Weihnachten und Neujahr in Deutschland mit der Familie und Freunden zu verbringen.



Termin und Ort für einen Kolumbienabend in Dettingen stehen schon fest. Es wird der 16. Januar  2012  um 19.30 im ev. Gemeindehaus im Pfarrgarten  sein. Wir laden herzlich dazu ein.



Bis dahin wünschen wir allen eine von Jesus  lichtdurchflutete Weihnachtszeit und ein von IHM krafterfülltes neues Jahr.



Wir bedanken uns bei all denen, die uns auf so vielen Weisen unterstützt und begleitet haben durch das nun zu Ende gehende Jahr.



Ihre /Eure  Tobias & Angie mit Ana Sofía und Mia Samanta Blankenhorn







Rundbrief Nr. 12 / Januar–Mai 2011



Bogotá, den 2. Mai 2011

Liebe Familie, Freunde, Beter und Unterstützer,

folgende Sätze schrieb Angelika Walker, die Leiterin von Aktion Barmherzigkeit, in ihrem letzten Rundbrief: „Oh Herr, ich liebe Dich! Jesus ich liebe Dich! Meine Sonne bist Du, Du allein, ich liebe Dich! Du mein Stern in der Nacht, in dunkelster Nacht! Du hast alles für mich wieder gut gemacht. Mein Lebensquell bist Du nur allein. Ich liebe Dich…. Dieses Lied kam mir am Mittwochmorgen, dem 9.3.2011 in den Sinn, bevor ich losging um den Kaufvorvertrag für das Kinderhaus auf dem Notariat zu unterschreiben. Ein Wunder passierte direkt vor meinen Augen. Nach 17 Jahren Wartezeit... Nach vielem Beten, Weinen, Hoffen, Kämpfen, Frustriert sein, Glauben, Dranbleiben und manchmal auch Aufgeben und Sterben wollen, Wütend sein und Weitergehen ist es passiert…“               

Ein eigenes Haus für Aktion Barmherzigkeit! Das ist die große Neuigkeit von der wir in diesem Rundbrief berichten können. An den Worten von Angelika kann man ablesen, welch ein freudiges Ereignis das für uns alle hier ist und welch ein Zuspruch Gottes, dass er den Dienst so sehr segnet. Dank den treuen Spendern und Gebern von zinslosen Darlehen ist das Projekt Hauskauf nun vollendet. Das Haus befindet sich in einem einfachen Wohn und Geschäftsviertel. Die Schule der Kinder ist gleich um die Ecke und auch zur Gemeinde sind es nur fünf Minuten zu Fuß. Für das Haus aus dem Jahr 1964 mit seinen 360m2 mussten wir umgerechnet 84 000 Euro bezahlen. War es in den seither gemieteten Häusern immer sehr schwierig, die Räumlichkeiten perfekt auf die Kinder passend auszurichten, so können wir nun das Haus so gestalten, wie wir es brauchen. Die Entscheidung fiel bewusst für ein schon älteres und dadurch günstigeres Haus, um auch noch Geld für den nötigen Umbau übrig zu haben. Dafür müssen Wände herausgerissen, Stützen und Träger eingezogen, neue Fundamente betoniert, sowie ein drittes und viertes Stockwerk gebaut werden. Am Ende bekommen die Jungs und Mädchen je ein Stockwerk, ein Stockwerk wird Küche- Ess- und Aufenthaltsbereich und ein Stockwerk ist für die Freizeitgestaltung gedacht. Bis zum Umzug der Kinder Mitte Mai schaffen wir das alles natürlich nicht. Schließlich brauchen wir auch die nötige Baugenehmigung sowie Pläne von Architekten und Statiker. Deshalb machen wir vorerst nur das nötigste und ab November, wenn die großen Ferien sind, schicken wir die Kinder für 2 Monate auf eine Finka außerhalb der Stadt um dann mit dem großen Umbau anfangen zu können.

Tatkräftige Hilfe vom Fachmann aus Deutschland kam am 2. April mit Tobias Kuhn angereist. Er war wirklich ein Segen für mich. Er half mit beim Planen, beim Ausgraben von Fundamenten, beim Abreißen von Wänden, beim betonieren,…



Was geschieht bei FUNTEA, der Arbeit im Armenviertel?

Anfang Februar hatten wir ein „Befreiungswochenende“ für 11 Mütter. Es war für mich wieder einmal schockierend bei den verschiedenen Themen zu sehen, wieviele Verletzungen sie schon von Kind auf geprägt haben, und wie sie dadurch oft nicht die Mütter sein können, die ihre Kinder brauchen. Bitte betet, dass sie trotz ihrer schwierigen Umstände weiter Schritte mit Gott gehen und er ihre so kaputten und meist trostlosen Familienverhältnisse wieder herstellt.

Anders als im letzten Rundbrief berichtet gibt es das Viertel Corinto immer noch. Durch die starken Überschwemmungen Ende letzten Jahres in ganz Kolumbien hat die Regierung die Umsiedlung der Bewohner doch noch einmal aufgeschoben, um den Betroffenen der Katastrophengebiete zuerst zu helfen. Ein paar Familien wohnen also noch dort. Wir haben nun trotzdem mit den Mittagessen aufgehört, weil durch den Hausumbau von der Zeit und auch von den Finanzen beides nicht gehen würde. Elkin und ein Team werden weiterhin samstags Aktivitäten mit den Familien durchführen, damit der Same den wir gesät haben auch weiter gedeihen kann. Ca. 5 Familien und auch ein paar Jugendliche besuchen nun auch regelmäßig die Gottesdienste der Gemeinde, in die wir auch gehen. Ich werde mich die nächsten Wochen und Monate voll und ganz auf den Hausumbau und auf den Umzug bei Aktion Barmherzigkeit konzentrieren müssen.

Bitte betet, dass wir in dieser Zeit eine klare Wegweisung von Gott erhalten darüber, wie die Arbeit in den Armenvierteln weitergehen soll. 



Was gibt’s Neues von der Familie Blankenhorn?

Welch eine freudige Überraschung war es für uns, dass sich meine Mutter kurzfristig entschlossen hatte, mit Tobias mitzukommen. So durfte Ana Sofia endlich auch ihre Oma kennenlernen, und wir alle durften für einen Monat die gute schwäbische Küche geniessen. Von der Sofi bekam sie auch immer wieder ein anerkennendes „Mmmhhh!“ wenn es Spätzla gab. Wir sind Gott wirklich dankbar  für die tolle Zeit, die wir zusammen erleben konnten. Auch freuen wir uns sehr auf unser 2. Kind, das wir im September erwarten.



Voller Dankbarkeit für alle Untzerstützung in Gebet und Finanzen grüßen wir Sie/euch und wünschen Ihnen/euch Gottes Segen!





Ihre/Eure Angie&Tobias mit Ana Sofía und ??? Blankenhorn


Freitag, 9. September 2011

Bin bestens bei meiner Familie angekommen.

Mia - die von Gott Geliebte
Samanta - die Zuhörende

Donnerstag, 13. Januar 2011

Rundbrief Nr. 11 / August– Dezember 2010

Bogotá, den 23. Dezember 2010

Liebe Familie, Freunde, Beter und Unterstützer,



es ist wieder soweit! Das Jahr 2010 naht sich dem Ende zu. Für viele ist es die Zeit, in der man sich Gedanken macht über die vergangenen 12 Monate. Welche Ziele wurden erreicht? An welchen ist man gescheitert? In den letzten Tagen habe ich mich oft gefragt: „Hat sich dieses Jahr gelohnt?“ Manchmal würden wir gerne mehr Erfolge sehen. Eine Lebensveränderung der Menschen mit denen wir arbeiten. Es gab so manche Tage an denen ich mich fragte: „Bringts das überhaupt was wir machen? Jetzt haben wir soviel an Zeit und Geduld in die Kinder investiert, wir haben ihnen so viele Werte und Wahrheiten aus der Bibel beigebracht, aber immer noch fluchen viele, streiten, lügen, bedrohen sich mit Messern, nehmen Drogen und glauben mehr den vielen Lügen, die ihnen ihr Umfeld beigebracht hat als den Wahrheiten Gottes.“

"Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem" Römer 12,21

Die Jahreslosung für das kommende Jahr macht uns Mut trotz allen Zweifeln und Fragen mit Jesus weiterzugehen. An Weihnachten feiern wir die Geburt dessen, der uns vorgelebt hat, wie man das Böse überwindet. Nämlich im Aufschauen zu Gott, im Gehorsam, Glauben an und Vertrauen auf IHN und indem wir unseren Mitmenschen Gutes tun. Egal wie die Umstände aussehen. Egal, was das vergangene Jahr an Negativem, an Frust oder an Misserfolgen mit sich brachte. Wenn wir auf der Seite unseres Herrn Jesus sind, dann wird das neue ein Jahr werden, an dem wir das Böse mit Gutem überwinden werden. Das wünsche ich Ihnen/Euch!

Am 18 Dezember war das große Finale für dieses Jahr angesagt. Wir feierten Weihnachten in Corinto. 300 Kinder bekamen ein Geschenk. An diesem Tag erlebten wir viele glückliche Kinder, die sich über Klamotten, Schuhe, Süßigkeiten und Spielzeug sehr gefreut haben.



Nach über 30 000 Mittagessen, die wir seit April 2009 in Corinto ausgeben konnten, müssen wir nun an Weihnachten mit diesem Projekt erst einmal aufhören. Das Viertel in dem wir arbeiten wird von der Regierung aufgelöst, da wie sie sagen ein hohes Lebensrisiko für die Bevölkerung dort besteht. Doch dahinter stecken Pläne, Wohngebiete für die Reichen zu erschliessen. Nun gut, für uns heisst das jetzt, dass wir dann auch gehen müssen. Die Menschen werden von der Regierung in speziellen „Wohnsiedlungen für die Armen“ in unterschiedlichen Gebieten der Stadt angesiedelt. Zum Einen bedeutet dies, dass sie ihre einfachen Hütten aus Holz und Wellblech eintauschen in gemauerte Häuser. Angesichts der aktuellen seit Monaten anhaltenden Regenfälle ist das ein Fortschritt. Doch besteht in diesen neuen Wohnvierteln ein erhöhtes Risiko an Gewalt und Kriminalität. Auch mussten vorher die Menschen in Corinto fast nichts für Wasser, Strom und Gas bezahlen. und bekamen viel Unterstützung von Hilfswerken wie z.B. FUNTEA. Nun fallen monatlich sehr viel höhere Kosten an. Für diese Menschen ist es oft nicht einfach, Arbeit zu finden, oder sie haben sich schon so daran gewöhnt, alles zu bekommen, dass sie nicht mehr arbeiten wollen. Eines unserer Ziele für das nächste Jahr ist es, diese Menschen in den unterschiedlichen Vierteln weiter zu betreuen. Für uns werden sich dadurch auch hervorragende Möglichkeiten ergeben, in diesen Vierteln eine neue Arbeit zu beginnen. Es gibt Leute, die uns schon kennen und die uns helfen dort Fuß zu fassen.





Was wir nächstes Jahr besser machen wollen: (Gebetsanliegen!)

1.Einer der Gründe, warum ich denke dass wir bei vielen Kindern wenig Veränderung sehen ist der negative Einfluss der Eltern. Es ist ehrlich gesagt sehr schwer mit ihnen zu arbeiten. Zu markiert ist ihr Leben durch das Böse, das sie erlebt haben und das sie selber auf unterschiedlichste Weise praktizieren. Gott sehen sie eher als Hindernis an, weil sie sich ja bei ihm von diesen Dingen abwenden müssten. Doch wenn wir den Kindern helfen wollen, müssen wir das Problem an der Wurzel angehen. Und das sind die Eltern. Also wollen wir den Fokus unserer Arbeit nun mehr auf sie richten, ohne natürlich die Arbeit mit den Kindern zu vernachlässigen.

2.Wenn man die Not der Menschen sieht will man gerne allen helfen. Doch mussten wir erkennen, dass es besser ist auf Qualität als auf die Menge zu setzen. D.h. wir wollen nächstes Jahr lieber weniger Menschen helfen, dafür aber mehr Zeit und Hilfe für diejenigen investieren, die auch wirklich vorwärtsgehen wollen.

3.Nach dem Motto „Wir geben den Menschen nicht die Fische, sondern lehren sie zu fischen“ wollen wir den Eltern helfen Arbeit zu finden. Bitte betet dafür, dass sich Türen öffnen und wir auch Ideen bekommen. Es gibt bis jetzt noch kein konkretes Projekt doch denken wir an unterschiedliche Möglichkeiten wie z.b. eine Bäckerei, ein kleines Restaurant, Herstellen von Holzspielzeug, Bilderrahmen usw…



„Ein Haus für Aktion Barmherzigkeit“ wird immer realistischer. Wir haben nun schon fast 100 000 Euro an zugesagten Spenden bzw. zinslosen Darlehen zusammen. Nun beginnt die Suche nach einem geeigneten Gebäude. Bitte unterstützt uns auch da im Gebet, dass wir das richtige finden. Es fehlen noch ungefähr 20 000 Euro. Im Mai läuft der Mietvertrag mit dem jetzigen Haus aus. Unser Ziel ist es deshalb, dass wir bis dahin das Projekt umsetzen können. Wer uns dabei mithelfen möchte, kann sich unter folgender E-mail an Angelika Walker wenden: walkerangelika@web.de



Immer wieder wurde ich die letzten Tage aus Deutschland gefragt, wie es bei uns mit Überschwemmungen aussieht. Es stimmt, Kolumbien steht zu großen Teilen unter Wasser. Seit Monaten regnet es sehr viel. Ernten sind zerstört. Futter für die Tiere wird kanpp. Ganze Dörfer und Wohnviertel wurden mit dem Wasser weggeschwemmt und wichtige Autobahnen sind durch Erdrutsche oder Brückeneinstürze unpassierbar gweworden. In Bogotá selbst bekommen wir davon wenig mit. Nur die Lebensmittelpreise steigen drastisch. In Corinto ist es zwar nass und kalt, aber es gab keine Erdrutsche und es sind auch keine Hütten eingestürzt. Gott sei Dank!



Zum Schluß wollen wir uns bei all denen bedanken, die die Arbeit von Aktion Barmherzigkeit und FUNTEA durch ihre Unterstützung in diesem Jahr möglich machten. Auch wir als Familie durften immer wieder staunen über so viele Menschen, die an uns dachten und uns immer wieder auch überraschten mit E-mails, Briefen, Päckchen und sogar mit Besuchen.

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr 2011! Lasst uns zu Jesus aufschauen und mit IHM den Frust, die Schwierigkeiten und Nöte unseres Lebens überwinden! Lasst uns weiter das Gute tun!



Gott segne Sie/Euch!

Ihre/Eure Angie&Tobias mit Ana Sofía Blankenhorn

Samstag, 10. Juli 2010

Rundbrief Nr. 10 / April–Juni 2010

Liebe Familie, Freunde, Beter und Unterstützer,


Wer in diesen Tagen die Spiele der WM in Südafrika verfolgt (hat), bekommt auf eindrückliche Art und Weise mit, was es heisst, ein Gewinner oder ein Verlierer zu sein. Man sieht gestandene Männer, wie sie erbärmlich weinen, oder Menschenmassen hüpfen vor Freude wie wild herum und feiern ihren Sieger, Fahnen werden stolz geschwungen und es wird viel gelacht und gesungen. Natürlich, es macht einen grossen Unterschied, ob man sich auf der Verliererseite oder auf der Siegerseite befindet. Als Christen stehen wir auf der Seite des Siegers. Wir haben allen Grund, unsere Freude auszudrücken und mit Stolz die Fahnen zu schwingen für unseren Gott, der uns nicht nur ein paar kurze Momente des Triumphes, eine kurzweilige Euphorie geschenkt, sondern der uns aus Verlierern zu ewigen Siegern gemacht hat.



Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus! Deshalb bleibt fest und unerschütterlich im Glauben, liebe Freunde, und setzt euch mit aller Kraft für das Werk des Herrn ein, denn ihr wisst ja, dass nichts, was ihr für den Herrn tut, vergeblich ist. 1.Korinther 15, 57-58



Menschen auf die Siegerseite einzuladen, ist unser Wunsch und die Aufgabe von Aktion Barmherzigkeit und FUNTEA hier in Bogotá. Manchmal haben wir das Gefühl, einem unbesiegbaren Gegner gegenüberzustehen. Armut, Drogen, Gewalt und Missbrauch. Die Menschen, denen wir helfen wollen, haben oftmals schon resigniert und sich ihrem Schicksal ergeben. Sie haben sich daran gewöhnt, Verlierer zu sein. Umso ermutigender ist es für uns, wenn wir sehen, dass nichts, was wir für Gott tun, vergeblich ist.



TOOOOR!!! 1:0 „Ich möchte neu anfangen mit Jesus und mich verändern!“ Das waren die Worte von Stiven (15), der es uns die letzten Monate im Kinderheim bei Aktion Barmherzigkeit nicht einfach gemacht hat. Rebellion gegen die Regeln, Drogenkonsum, Lügen oder schlechte Resultate in der Schule waren Teil seiner Lebenseinstellung geworden. Das soll sich nun ändern, weil er auf die Hilfe des Siegers Jesus Christus setzt. TOOOOR!!! 2:0 „Seit Jahren habe ich nicht mehr mit meinen Kindern gespielt und mit ihnen so gelacht. Dank euch hatte ich heute einen ganz besonderen Moment mit meinen Kindern geteilt“ , sagte uns eine Mutter nach der Schatzsuche, die wir in der Karwoche zur Ostergeschichte durchgeführt hatten. An diesem Tag konnte ich in vielen Gesichtern der Eltern, die ich sonst sehr ernst und teilweise grimmig erlebe wirkliche Freude entdecken.

TOOOOR!!! 3:0 Jesus verurteilt nicht, Jesus vergiebt, Jesus heilt. Am Muttertag hatten wir etwas besonderes für die Mütter vorbereitet. Das Thema war: “Jesus und die Frauen“. Für mich war es eine Freude mit anzusehen, wie sie interessiert die jeweiligen Geschichten aus der Bibel mitverfolgten. Ablehnung, Gewalt und Geringschätzung durch Männer oder Prostitution haben viel Leid über ihr Leben gebracht. Sie sollten hören, dass sie bei Jesus unabhängig von ihrer Vergangenheit wirkliche Liebe und Annahme finden und ER hoffnungslos scheinende Situationen verändert. Seit diesem Tag kamen immer wieder Mütter zu uns, die uns unter Tränen ihre schlimme Situation schilderten. Wir konnten ihnen Mut machen, praktisch helfen und für sie beten.

4:0 „Das war schon lange ein grosser Traum von mir! Immer wenn ich hier vorbeikam wünschte ich mir, eines Tages da drinnen zu sein“ So bedankte sich Laura(12) dafür, dass wir sie zusammen mit anderen Kindern als Belohnung für gutes Benehmen in ein Erlebnisbad mitgenommen hatten.

4:1 Der sinkende Wechselkurs von Euro in Peso macht uns zu schaffen. War vor einem halben Jahr 1 Euro noch 3000 Pesos wert, so sind es inzwischen nur noch 2300 Pesos.

5:1 „Ein Haus für die Kinder“ wird immer realistischer. Inzwischen haben wir schon 60 000 Euro an Spenden bzw. zinslosen Darlehen zugesagt bekommen. Es ist schon die Hälfte der Summe, die wir für den Kauf bräuchten.

5:2 Kalt und regenreich ist es schon seit drei Monaten. In Corinto verwandeln sich die Wege in Matsch und die Dächer der Hütten lassen das Wasser durch. Das ist auch die Zeit, in der sich Krankheiten wie Windpocken, Röteln oder Hautausschläge sehr schnell unter den Kindern ausbreiten. Eine Arztin aus unserer Gemeinde in Bogotá kommt öfters samstags nach Corinto und verschreibt den Kindern Medikamente, die wir ihnen dann besorgen.

6:2 Klen(18) erzählt: „Mein Leben vorher war ein Durcheinander. Mit 8 Jahren war ich abhängig von Zigaretten. Gott hat lange Zeit für mich nicht existiert. Aber in letzter Zeit, habe ich festgestellt, dass Gott für mich alles bedeutet. Und ich habe ihn gebeten, dass er die Leere in meinem Herzen ausfüllt. Zum Beispiel weil meine Mama starb, als ich noch sehr klein war und mein Papa auch kaum da war. Deshalb ist es ja auch geschehen, dass ich falsche Wege wählte. Gott ist jetzt mein ALLES.“

7:2 Fleissige Helfer haben wir immer, wenn wir alle zwei Wochen auf dem Grossmarkt Früchte und Gemüse eingekauft haben. Wenn ich mit dem vollbeladenen Auto im Viertel ankomme, dann kommen schon die Kinder hergesprungen und fragen: „Profe, puedo ayudar?“ („Lehrer, darf ich dir helfen?“) Natürlich wandern dann vor allem beim eingefrieren der Früchte dieselben anstatt in die Tüte in die kleinen hungrigen Mäuler, aber für die Kinder ist es auch immer ein tolles Erlebniss, wenn sie sich wichtig fühlen und etwas zu ihrem Mittagessen beitragen können.

8:2

Wir könnten noch viele Treffer erwähnen, doch den letzten möchte ich Euch widmen, die Ihr durch Eure treue Unterstützung von Aktion Barmherzigkeit und FUNTEA mithelft, fleissig Tore zu schiessen und so Menschen auf die Siegerseite zu bringen. Wir bedanken uns von Herzen für Euer Drandenken in Gebet und Fürbitte und für die wertvolle finanzielle Hilfe. Möge Gott es Euch vergelten.



Herzliche Grüsse aus Bogotá und Gottes Segen wünschen,



Tobias & Angie mit Ana Sofia Blankenhorn

Dienstag, 6. April 2010

Rundbrief Nr. 9 Dezember 2009-März 2010

Bogotá, den 22. März 2010


Liebe Familie, Freunde, Beter und Unterstützer,

wie sehr haben wir uns auf diesen Moment gefreut. Am Donnerstag, dem 4. März, um 7.30 Uhr morgends war es soweit, und wir konnten endlich unsere Ana Sofia in die Arme schliessen. Voller Staunen, mit einer unbeschreiblichen Freude und Dankbarkeit dürfen wir nun miterleben, wie ein wahres Wunderwerk Gottes sich entfaltet. Der Name Ana kommt aus dem Hebräischen und heisst „Die Begnadete“.

Bei all den schlimmen und traurigen Nachrichten und Ereignissen der letzten Wochen, habe ich mich immer wieder gefragt, wie können wir ein Kind groß ziehen, inmitten einer Welt, in der man tagtäglich mit so vielen schrecklichen Schicksalen konfrontiert wird. Und jedes Mal, wenn mir so Gedanken in den Sinn kamen, musste ich feststellen, dass wir als Kinder Gottes, die wir doch in seiner Gnade und Gunst leben, trotz allem beruhigt in die Zukunft schauen dürfen. Jesus macht uns doch Mut, wie z.B. im folgenden Vers:


Dieses habe ich zu euch geredet, auf dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid gutes Mutes, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16, 33


Das ist mir gerade in dieser Zeit ganz neu eine tiefe Gewissheit geworden und erfüllt mein Herz und meine Gedanken mit Frieden, dass Gott doch in allem die Kontrolle hat. Und ich einfach nur beruhigt ihm meine Sorgen hinlegen darf. Er sorgt für uns. Und er sorgt auch für Ana Sofia. Wir möchten uns bedanken für all Eure Begleitung im Gebet während der Schwangerschaft und bei der Geburt und auch für alle Glück-und Segenswünsche für die Zukunft.

Im Folgenden bekommt ihr nun die wichtigsten Infos der letzten drei Monate sowie wichtige Gebetsanliegen von Aktion Barmherzigkeit und FUNTEA.



Kids-Camp

Wie im letzten Rundbrief berichtet, hatten wir Anfang Dezember ein Wochenende mit 15 Kids. Gott sei Dank durften nach langem Hin-und Her der Eltern am Ende doch noch alle mit. Für die Kids war es zum Einen ein eindrückliches Erlebniss, dass sie einmal weg von den Problemen ihres Viertels und der Familie in einer Umgebung sein konnten, in der sie unbeschwert spielen konnten. Zum Anderen war es aber auch eine intensive Zeit in der Gegenwart Gottes. Es sind viele Tränen geflossen während Gott durch verschiedene Themen, Gebets und Lobpreiszeiten die Wunden der Vergangenheit heilte. Wir waren Zeugen davon, wie Er eine neue Freude in die Herzen der Kinder legte. Neben all den wichtigen praktischen Hilfen wie Essen, Kleidung, psychologische Betreuung und Freizeitgestaltung, die wir für die Kinder in Corinto anbieten, sind für mich die schönsten Momente immer noch die, wenn ich Gottes Wirken in dem Leben der Kinder sehen darf. Und das geschah an diesem Wochenende. Ehrlich gesagt habe ich mir die Nacharbeit einfacher vorgestellt. Der negative Einfluss der Familien und des Viertels ist doch sehr heftig. Auch merken wir, wie es schwierig ist, konstant mit den Kids zu arbeiten, da das Armenviertel doch auch eine Durchgangsstation ist. D.h. dass immer wieder Kids, mit denen wir gearbeitet haben, mit ihren Familien wegziehen, und sich neue Familien ansiedeln. Unter den Kindern, die über Weihnachten wegzogen, waren auch vier Kinder, bei denen wir eine krasse Veränderung erleben durften und auch wie sie Jesus ihr Leben übergaben und Freude daran hatten, die Bibel zu lesen und zu beten. Wir können sie nur im Gebet Gott anbefehlen und dass sie weitergehen mit ihm und auf andere Christen treffen, die ihnen dabei helfen. Das Loslassen dieser Kinder fällt schwer, aber auch da darf ich auf einen Gott Vertrauen, der die Kontrolle darüber hat.

Aus dieser guten Erfahrung des Kids Camp heraus und aus der Erfahrung, dass es wichtig ist, die Eltern mit einzubeziehen in den Prozess ihrer Kinder, wollen wir nun Anfang Mai ein Wochenende für Kinder mit ihren Eltern gestalten. Hauptthemen werden sein: Vergebung und Familie im Sinne Gottes. Bitte betet für eine gute Planung, ein gutes Gelingen und dass Gott die Herzen berührt und verändert.



Aktivitäten in der Weihnachtszeit

Ab Ende November endet das Schuljahr in Kolumbien und die Kinder haben für zwei Monate Schulferien. So boten wir ihnen unterschiedliche Aktivitäten an über Spiele, Sport, Nachhilfe, Kurse für Lesen und Schreiben, Englischunterricht, Lobpreistänze, bis hin zu Workshops wie „Wir bauen einen Schneemann“ oder das Herstellen von Schokoladenfiguren. Der Höhepunkt war natürlich die Weihnachtsfeier, in der die Kinder von Aktion Barmherzigkeit mit Dani Schilke für die Kids in Corinto ein Anspiel aufführten, es gab einen Stationenlauf zur Weihnachtsgeschichte und jedes Kind bekam ein Geschenk.


Zu Weihnachten erhielten wir ausserdem von einer Firma drei Computer für Corinto und zwei für AB für die Hausaufgaben der Kinder und von Leuten aus unserer Gemeinde in Bogotá 50 zusätzliche Weihnachtsgeschenke.

Im Februar konnten wir Dank einer Spende eines Schuhfabrikanten allen unseren Kids ein Paar Turnschuhe überreichen.


Am 1. Januar bekamen wir einen Anruf, dass es in Corinto gebrannt hat. Eine Familie mit 10 Kindern und 9 Erwachsenen verlor ihr weniges Hab und Gut wegen Brandstiftung. Gott sei Dank konnten die Personen noch rechtzeitig ins Freie gelangen. Drei der Kinder kommen immer zu unseren Mittagessen und den Aktivitäten und mit der Mutter haben wir schon viel über Gott reden können und ihr Mut gemacht, da ihr Leben geprägt ist von der Gewalt und den Demütigungen der älteren drogenabhängigen Kinder und des gewalttätigen Ehemanns. Wir fuhren sofort hin. Es war ein trauriges Bild, das sich uns bot. Die ganze Familie saß betroffen auf dem Boden neben den verkohlten Überresten ihrer Hütte. Wir halfen mit beim Aufbau einer Notunterkunft, so dass sie wenigstens die Nacht nicht im Freien verbringen mussten. Wir halfen auch mit Betten, Matratzen, Decken, Klamotten und Lebensmitteln. Es ist schon krass, wenn man plötzlich alles verliert und auf der Strasse sitzt. Die Armen haben keine Brandschutzversicherung.



Bei Aktion Barmherzigkeit fand im Januar unser erster Umzug für dieses Jahr statt. Die Jungs wohnen nun im selben Haus wie die Mädchen in voneinander abgetrennten Bereichen. Es ist eng, und als Übergangslösung bis Mai gedacht. In den letzten drei Monaten bekamen wir für den Kauf eines Hauses schon feste Zusagen von ca. 35.000 Euro, die wir teils als Spende erhalten, teils als zinsloses Darlehen zurückbezahlen können. Für ein geeignetes Haus brauchen wir mindestens 100 000 Euro. Wir haben die Möglichkeit von Krediten hier vor Ort geprüft, doch sind die Zinsen zur Zeit so enorm, und der Wechselkurs von Euro zu Peso so schlecht, dass es momentan keinen Sinn machen würde. Im Mai läuft der Mietvertrag im Mädchenhaus aus und wir werden dann für ein weiteres Jahr ein Gebäude für unsere Kids mieten. Wer uns mithelfen möchte beim Projekt „Hauskauf“ mit zinslosen Darlehen oder Spenden, der kann sich bei Angelika Walker (walkerangelika@web.de) oder mir melden. Bitte bei den Überweisungen immer auch den Zweck „Hauskauf AB“ angeben, damit wir dieses Geld auch nur dafür verwenden.



Durch aktuelle Vorkommnisse bei AB ist es uns wieder einmal bewusst geworden, wie anfällig unsere Kinder, v.a. einige neue Mädchen in Bereichen wie Sexualität, Drogen und Diebstahl sind, bedingt durch die Erfahrungen von Missbrauch und falschen Vorbildern. Bitte betet besonders auch um Schutz der Kids in den Schulen und auf dem Schulweg, wo die größte Gefahr für sie besteht, an die falschen Menschen zu geraten. Da ich desöfteren schon gefragt wurde, für was oder wen man konkret beten kann, liste ich euch die Namen der Kids auf, die momentan bei uns sind; Jeison, Camilo, Brandon, Juan Estiven, Dario, David, Brayan, Klen, Estiven, José, Luis Carlos, Wilkerson, Angela, Viviana, Yuri, Susan, Marta, Angie, Sara, Erika, Angelica, Cristina, Tatiana. Alle haben es in verschiedenen Bereichen nötig, dass Gott den inneren Nöten begegnet und die tiefen Wunden ihres Herzens heilt. Ich denke oft, wenn ich die Kids vor mir habe, wie viele Probleme und innere Nöte hat nicht ein Jugendlicher, der aus „normalen“ Familienverhältnissen kommt. Wie viel mehr diese Kinder und Jugendliche, die von klein auf so viel Ablehnung und Gewalt miterlebt haben.



Wichtige Information an alle Spender

Immer wieder bekomme ich Fragen zugeschickt von Spendern, die nicht sofort eine Rückmeldung bekommen haben über den Spendeneingang. Ich bin sehr froh, im Opferring einen schon seit jahrzehnten existierenden Verein gefunden zu haben, der ehrenamtlich arbeitet, d.h. ohne Abzug für Verwaltungsaufgaben die Spenden nach Kolumbien und auch an andere Missionen im Ausland weiterleitet, sowie die Buchführung in Deutschland abwickelt. Im Unterschied zu großen Werken, die speziell für die Buchführung und Information an die Spender bezahltes Personal eingestellt haben, kann der Opferring dies nicht in der Art und Weise leisten. Bitte habt dafür Verständniss. Seither haben wir das ja so gehandhabt, dass immer am Anfang des neuen Jahres die Spendenbescheinigungen des vergangenen Jahres zugeschickt wurden. Und das ist dann letztendlich die einzige Information gewesen, die den Spendern gezeigt hat, dass ihr Geld angekommen ist. Wir sind zur Zeit am Überlegen, wie wir das verbessern können. Das Ziel ist es, dass spätestens nach 3 Monaten bei erstmaligen Spenden über deren Eingang informiert wird. Sollte jemand bis jetzt keine Spendenbescheinigung vom Jahr 2009 bekommen haben, so sollte er sich dringend bei mir oder beim Vorsitzenden vom Opferring, Markus Krumm. Tel. 07021/738760 melden. Bei einigen Überweisungen fehlte die Anschrift des Spenders, so dass es bis jetzt nicht möglich war, die Bescheinigung zuzuschicken. Bitte immer bei der ersten Spende die Adresse mit auf der Überweisung angeben.



An der Stelle möchte ich ein großes Dankeschön ausdrücken dem Opferring, allen voran Andrea Burkhardt und Markus Krumm für all die Arbeit und Zeit, die Ihr einsetzt für diese so wichtige Aufgabe. Gott segne Euch dafür. Und auch allen Spendern einen herzlichen Dank, die Ihr so treu und reichlich diese Arbeit möglich macht. Möge es Gott Euch auf vielfacher Weise vergelten.



Es grüßen euch herzlich und mit guten Mutes,

Eure Angie & Tobias mit Ana Sofia

Freitag, 5. März 2010

Hallo, hier bin ich!!!



Herr, fülle mich früh mit deiner Gnade, so will ich dich rühmen und fröhlich sein mein Leben lang.
nach Psalm 90, 14

Ana: hebräisch; Die Begnadete
Sofia: griechisch; Die Weise